05.04.2026 | Reiden-Wikon

In der Osternacht das Leben gefeiert

Mit dem Einbruch der Dunkelheit begann am Karsamstagabend vor der Kirche in Reiden die Osternachtfeier.

Viele Menschen bezeichnen diese als einen der eindrücklichsten Gottesdienste im Jahr. 

 

Am Osterfeuer begrüssten Diakon Daniel Unternährer und Seelsorgerin Christa Kuster die Mitfeiernden. Im Segensgebet wurde das Feuer als Zeichen von Wärme, Licht und Wandel gedeutet. Die Anwesenden waren eingeladen, symbolisch alles zu übergeben, was Veränderung braucht, und sich der Botschaft von Hoffnung und Neuanfang zu öffnen. Mit seiner Flamme wurde auch die Osterkerze endzündet. «Christus ist vom Tode auferstanden. Sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen», lautete die Verkündigung.

 

Anschliessend zog die Gemeinde in die zunächst dunkle Kirche ein, die sich durch das Weiterreichen des Kerzenlichts allmählich erhellte. Lesungen aus der Heiligen Schrift erinnerten an Gottes Wirken in Geschichte und Gegenwart. Nach der Segnung des Taufwassers erneuerte die Gemeinschaft ihr Taufversprechen als Zeichen ihrer Verbundenheit mit Christus. Im Schlussgebet betonte Diakon Unternährer die lebensspendende Kraft der Osterbotschaft und sagte: «Gütiger Gott, du gehst die Wege der Menschen mit. Wir können aufatmen und aufleben.» Er wünschte, dass die Osterfreude alle Menschen erreiche.

 

Musikalisch wurde die Feier vom Projektchor Pfaffnau unter der Leitung von Kevin Sieber mitgestaltet. Zur Aufführung kam die «Friedensmesse» von Lorenz Maierhofer. Begleitet wurde der Chor von Yvgenia Kisselova-Schwerzmann an der Orgel und Anne-Sophie Peter an der Geige.

 

Den Dankesworten an alle Mitwirkenden folgte grosser Applaus. Beim gemeinsamen Osterapéro fand die Osternacht einen friedvollen Ausklang.

 

Text und Bilder: Beatrix Bill