20.09.2026

Ökumenische Bettagsfeier fand grossen Anklang

Unter dem Motto «wahr?nehmen» luden die Kirchen und der Kanton Luzern zur gemeinsamen Bettagsaktion ein.

Sie riefen dazu auf, «die andere Seite wirklich zu sehen, zuzuhören und anzunehmen, auch wenn sie uns fremd erscheint», hiess es im Begleittext. In der Pfarrkirche Reiden fand dazu am 20. September eine ökumenische Feier statt, zu der die ganze Bevölkerung eingeladen war.

 

Markus Fellmann, Leitender Priester im Pastoralraum Pfaffnerntal-Rottal-Wiggertal, und Barbara Ingold, Pfarrerin der reformierten Kirche Reiden und Umgebung, hiessen die Mitfeiernden sowie den Ökumenischen Chor Reiden willkommen. In ihren Ansprachen beschrieben die Seelsorgenden, was «wahr?nehmen» bedeuten kann, ob die eigene Wahrnehmung der Realität entspricht und wie sie gestärkt werden kann. Es wurden sowohl persönliche als auch gesellschaftliche und kulturelle Perspektiven berücksichtigt, und biblische Bezüge hatten ebenfalls eine grosse Bedeutung.

 

Eine Sichtweise von Barbara Ingold vermittelte: «Richtig wahrzunehmen bedeutet aufmerksam und offen, aber auch kritisch zu sein. Zuzulassen, dass uns etwas berührt, auch wenn es uns nur leicht und fein wie ein Schmetterling streift.» Markus Fellmann bezog sich auf den biblischen Satz: «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.» Nächstenliebe sei nicht immer einfach, kein reines Bauchgefühl, sondern erfordere eine bewusste Entscheidung. Er sagte: «Wenn wir die Not unserer Nächsten wahrnehmen, können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und wegsehen; wir sind zum Handeln aufgefordert.»

 

Unter der Leitung von Isabelle Schmied gestaltete der Ökumenische Chor Reiden die Bettagsfeier mit. Alle Mitwirkenden wurden mit grossem Apaus verdankt.

 

Text und Bilder: Beatrix Bil